Geothermische Voruntersuchung im Raum Welmbüttel

Die Informationsveranstaltung am 07. Juli 2011 in der Gaststätte "Zur Traube" in Tellingstedt hat zur Klärung der Fragen einiger Einwohner beigetragen, wenn auch einiges für den Laien nicht so verständlich zu erklären war.
Bürgermeister Hinz aus Nordhastedt sprach von einer Chance für die ganze Region. Es soll ein neuer Energiepark an der Straße nach Gaushorn auf Nordhastedter Gebiet entstehen. Der Energiepark soll mit Geothemie und Solartechnik Ressourcenunabhängig Strom erzeugen. Für die Geothermie ist eine Untersuchung der "Erdschichten" nötig, die Aufschluss über bestmögliche Positionierung der Anlage geben soll. Hierfür hat das Bergamt in Clausthal-Zellerfeld als Bergbaubehörde das Einverständnis erteilt.



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Das Gebiet der Untersuchung ist in Planquadrate eingeteilt (siehe Kartenausschnitt, mit 2000 Messpunkten), Herr Musfeld von der Firma S.I.S. aus Bramstedt (Landkreis Cuxhaven) und die fleißigen Kabelverleger der polnischen Firma GEOFIZYKA Torun.

Heute begann die Firma Seismik & Industrieservice e.K. (S.I.S.) als Subunternehmer für die "GeothermSolarpark Nordhastedt GmbH" in den Gemeinden Welmbüttel, Gaushorn und Schrum mit der ersten Testreihe zur Untersuchung des Untergrundes der "Dithmarscher Schweiz". Hierfür werden Schockwellen in verschiedenen Frequenzen in den Boden übertragen und an entsprechend platzierten "Mikrofonen" die Echos empfangen. Die Holzpflöcke die wir seit geraumer Zeit an den Straßen und Wegen sehen sind die berechneten Positionen für die mit Kabeln verbundenen Mikrofone (gelbes Fähnchen) und die Stellen an denen die wirksamen Frequenzen (ca. 12 - 80 Hz) in den Boden geschickt werden sind rot markiert.

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Vergleichsmessung mit mehreren Sonden (Empfänger), Postion für Frequenzeinbringung, Lkw als mobiler Sender.










Die Trassenführung geht auch mit Kabelschutz direkt auf der Fahrbahn und an anderen Stellen auch an Stangen im Hochbau über die Straße, wie hier beim Knüll in Welmbüttel. 100 Punkte pro Tag sind im Planungssoll.









Eine Kolonne der mobilen Sender geht in Position, mit abgesetzten "Stempel" wird der Bodenkontakt hergestellt,
im Messwagen werden die empfangenen Signale ausgewertet und so ein "Bild" des Untergrundes ausgewertet.
Ein Beispiel der Ergebnisse (3-D-Modell) sieht man auf der Seite beim Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie für Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein.

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Das Team ist sehr freundlich und stellt sich den Fragen der Anwohner.

Hier weitere Bilder von Karin Wrage:









Die Arbeiter verlegen die Kabel mit den Empfängern (Mikrofone) diese werden an bestimmten Stellen platziert (gelbe Fähnchen) und die mobilen Sender (Lkw) positionieren sich an den roten Fähnchen.

Die Messreihen beginnen: Weitere Informationen

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