Technische Daten zum Gittermast von O²

Nachdem der NDR-Funkmast mit den technischen Details (von Herr Knutzen) auf unserer Seite sichtbar ist, habe ich bei O² angefragt und folgende Daten für den neuen Richtfunkmast erhalten.

Am Richtfunkmast sind außer den Richtfunkantennen (runde "Schüsseln") auch 3 Sektorantennen (900 MHz) montiert, diese Antennen sind vom NDR Mast "umgezogen".

Seit dem 24.11.2009 ist der Standort in Welmbüttel in Betrieb.

(Für größere Darstellung Bild anklicken)
















Detailkarte mit den Richtfunkanbindungen (Blau =
SDH, Rot = PDH) vom Standort
Welmbüttel. Links geht es nach Helgoland.

Hier geht es zur Bauphase.


Eine allgemeine Definition zu
SDH / PDH Richtfunk vom Festnetzplaner der Firma O² (etwas für die Fachleute).

PDH-Richtfunk

Die
Plesiochrone Digitale Hierarchie (PDH) ist eine standardisierte Technik zum Multiplexen digitaler Datenströme. Die Datenströme müssen annähernd synchron (plesio=fast) sein.
Unterschiedliche Bitraten werden mit Hilfe zusätzlicher "
Stopf- oder Füllbits" ausgeglichen. Die
Stopftechnik hat zum Nachteil, dass bei Zugriff auf einen Teil des Datenstroms der gesamte Datenstrom gedemultiplext werden muss. Das erfordert aufwändige Hardware, die insbesondere PDH-Systeme für große Bandbreiten vergleichsweise teuer macht.
Die Bitrate E1 (2
Mbit/s) wird bei O2 traditionell zur Anbindung einzelnen Basisstationen an höherwertige Netzelemente genutzt. Die E3 (34Mbit/s) wird lediglich vereinzelt zur Verbindung von ATM Multiplexern eingesetzt. Die PDH-Bandbreite E2 hat sich nie durchgesetzt; E4 und E5 werden bei O2 nicht eingesetzt.
In den vergangenen Jahren wurden
PDH-Richtfunksysteme mit 4, 8, 16, 32, 34, und 64Mbit/s (entspricht 2E1, 4E1, 8E1, 16E1, E3 sowie 32E1) aufgebaut und bilden heute das Rückgrad des Accessnetzes.
Die elektrischen Schnittstellen der
PDH-Welt wurden von ITU-T in der Empfehlung G.703 standardisiert, die Multiplextechnik in G.704.


SDH-Richtfunk

Die
Synchronous Digital Hierarchy (SDH) ist eine Multiplextechnik, die das Zusammenfassen von niederratigen Datenströmen zu einem hochbitratigen Datenstrom erlaubt. Das gesamte Netz arbeitet dabei synchron.
Die
ITU-T normte das SDH-Konzept in ihrer Empfehlungen G.707. Als Basis wurden 155Mbit/s-Stufen gewählt. Die Rahmen der N. Stufe werden mit STM-N (Synchronous Transport Module-N) bezeichnet.
Die Stufen
STM-1, STM-4 und STM-16 werden bei O2 verwendet (STM-64 wird der regionalen Planung zukünftig ebenfalls zur Verfügung stehen), wobei die Signale der bei O2 eingesetzten Richtfunksysteme jedoch nur Kapazitäten von einer bzw. zwei STM-1 besitzen können. STM-4 oder höhere Stufen werden nur auf Faserverbindungen erreicht. Bei Ausfall von SDH-Knoten oder SDH-Richtfunkstrecken können aktive SDH-Netzelemente die Datenströme innerhalb weniger Millisekunden auf Ersatzwege umschalten.
Im Vergleich zu
PDH ist SDH mit deutlich erweiterten OAM-Funktionalitäten ausgestattet, d.h. Defekte und Anomalien können differenzierter gemeldet werden. Selbst einzelne Bitfehler in einem SDH-Signal beliebiger Rate sind detektierbar. Insgesamt sind SDH-Netzwerke auf höchste Dienstgüte und -verfügbarkeit ausgelegt.
Ursprünglich als
Übertragungssystem für B-ISDN konzipiert, eignen sich SDH-Verbindungen heute für die transparente Übertragung aller denkbaren Nutzlasten wie z.B. ATM-Zellen, PDH-Multiplex-Signale, SAN-Signale oder Ethernet-Aggregation.
(Quelle: O² , www.o2.com/de)

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